Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.V.

Institut für Gewaltprävention und demokratische Bildung

Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.V.

Die AGFP führt seit 1974 Projekte durch, die ihre Grundthemen Frieden, Gewaltminderung und Konfliktbearbeitung aufgreifen. Gemeinsam ist den Projekten zum einen ein pädagogisches Grundverständnis, das die Zielgruppen als Partner sieht, und zum anderen das Bemühen um die Transparenz von Hintergründen und Zusammenhängen.

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Die globale Vision vom Frieden muss lokal, in der Stadt München erfahren, gelernt und erlebt werden, vor allem an den Orten, wo Kinder und Jugendliche sich vermehrt aufhalten. Das Thema gewaltfreie Konfliktbearbeitung "übersetzen" wir für Arbeitszusammenhänge in der Jugendhilfe: Wie werden beispielsweise Jugendzentren zu einem Ort, an dem Konflikte niemandem Angst machen und fair ausgetragen werden?

In der AGFP arbeitet ein kleines Team professionell für gewaltfreies Miteinander, faire Konfliktaustragung, Toleranz und Solidarität. Frieden verstehen wir als innergesellschaftliches und globales Ziel, beziehen aber auch die zwischenmenschliche Ebene ein.

Die AGFP folgt der Überzeugung, dass Menschen jeden Alters lernen können, zu einer friedlicheren Welt beizutragen. Dieses Lernen heißt: das Lebensumfeld verantwortlich und verändernd mitgestalten zu können und Erfahrungen zu sammeln, dass sich Konflikte auch ohne Sieg und Niederlage regeln lassen.

Kontakt
Mail: info@agfp.de
Tel: (+49) 89 651 8222

Netzwerk demokratische Bildung München

Das Netzwerk demokratische Bildung bei der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.V. organisiert Fortbildungsveranstaltungen für Fachkräfte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu den Themenfeldern der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, zu Rechtsextremismus und religiös motivierter Radikalisierung und Radikalisierung von Jugendlichen. Es berät und unterstützt Einrichtungen bei der Planung eigener Veranstaltungen zu den genannten Themenbereichen.

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Die Geschäftsstelle des Netzwerks berät auch bei der Konzeption von pädagogischen Maßnahmen. Sie vermittelt Kooperationen für Veranstaltungen und Projekte. So organisiert sie die Zusammenarbeit von Ufuq und den Pastinaken für Bildungsmaßnahmen im Spannungsfeld zwischen antimuslimischem Rassismus und religiös motivierter Radikalisierung. Bei Konflikten innerhalb von Gruppen und Schulklassen, die im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Ausgrenzungsmustern stehen, kann die Zusammenarbeit mit den Pastinaken und den Fachkräften der Konfliktbearbeitung bei der AGFP in die Wege geleitet werden.

Im Netzwerk demokratische Bildung München arbeiten Fach- und Führungskräfte aus den Arbeitsfeldern Schule, Jugendhilfe, Ausbildung, Erwachsenenbildung und Wissenschaft zusammen, ebenso Institutionen und Organisationen, deren Schwerpunkt in der Arbeit gegen Rechtsextremismus liegt. Im Netzwerk realisiert sich eine Zusammenarbeit zwischen staatlichen (landesweiten), kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Die Mitwirkenden im Netzwerk koordinieren die Planungen in ihrer Bildungsarbeit, tauschen Erfahrungen aus, verständigen sich über Standards und formulieren fachliche Stellungnahmen.

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Mail: demokratische-bildung@agfp.de

Bildungskollektiv: Die Pastinaken

Die Pastinaken, ein Netzwerk von jungen Teamerinnen und Teamern für politische Bildungsarbeit wird seit 2013 auf- und ausgebaut. Der Name geht auf den ersten Praxiseinsatz zurück, nämlich die pädagogische Betreuung der Ausstellung "Pastinaken raus!" im März 2013 im Gasteig.

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Die Pastinaken machen Angebote für die Vermittlung demokratischer Werte, Normen und Handlungskompetenzen in allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen, sowie im außerschulischen Bereich. Sie bieten Workshops und Seminareinheiten für Projekttage und Schullandheimaufenthalte. Die Themen und Methoden werden für jeden praktischen Einsatz aktualisiert und an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst.

Zu folgenden Themenbereichen bieten die Pastinaken Fortbildungen für Fachkräfte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Jugend- und Bildungsarbeit an:

  • Demokratie, Grundwerte und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse
  • Diskussionswerkstatt zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen
  • Flucht und Migration
  • Europa und europäische Identität - Dekodierung rechtspopulistischer Perspektiven
  • Identitäre Ausgrenzung, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus
  • Argumentationstraining gegen Parolen
  • Das Politische in Jugend- und Subkulturen
  • Weiblichkeit und Männlichkeit: Gesellschaftliche Normen und Rollenvorstellungen
  • Antiziganismus
  • Antisemitismus

Die Pastinaken sind fachlich hoch qualifiziert, die meisten kommen aus Studienrichtungen wie Politologie, Ethnologie oder Pädagogik und haben Bezüge zur politischen Arbeit gegen Rechtsextremismus. Didaktisch und methodisch bilden sie sich ständig fort.

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Mail: pastinaken@agfp.de
Tel: (+49) 89 651 8222

Veranstaltungsankündigung: Workshop zu diskriminierungssensibler Bildungsarbeit

Kinder und Jugendliche sehen sich, genauso wie Erwachsene, konfrontiert mit vielfältigen Vorurteilen, die gesellschaftlich geschaffen und reproduziert werden. Diese führen in Verbindung mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen zu diskriminierenden Strukturen, die uns alle prägen. Für die pädagogische Praxis stellt sich somit die Herausforderung stetig zu hinterfragen, wie das eigene Handeln von diesen Strukturen beeinflusst ist.

Ziel des Workshops ist es eigene Vorannahmen und deren Auswirkungen unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Machtverhältnisse zu reflektieren. Dadurch kann eine Grundlage für diskriminierungssensible Bildungsarbeit geschaffen werden und alternative Betrachtungs- und Handlungsstrategien entwickelt werden.

Zum Inhalt:

Der Workshop richtet sich an Tätige in der Jugendarbeit und zielt darauf ab, sich mit der eigenen Haltung, als wesentlicher Bestandteil von Bildungsarbeit, auseinanderzusetzen. Methodisch baut der Workshop auf verschiedenen Perspektiven diskriminierungssensibler Bildungsarbeit auf. Dabei arbeiten wir mit interaktiven, selbstreflexiven und prozessorientierten Methoden, die an der eigenen Lebens- und Erfahrungswelt anknüpfen. Es werden unter anderem Methoden aus dem Anti Bias Ansatz einbezogen.

Der Freitag dient dazu eine vertrauensvolle Atmosphäre in der Gruppe zu etablieren, einen methodischen Einstieg in die Thematik zu geben und die Grundlage für den nächsten Tag zu schaffen. Am Samstag werden wir uns in die vertiefte methodische Auseinandersetzung begeben.

Inhaltlich werden dabei Aspekte wie Vorurteile, Zuschreibungen, Macht(verhältnisse), (De)Privilegierung, Diskriminierung, sowie Fragen nach Teilhabe und Chancengleichheit Berücksichtigung finden.

Organisatorisches:

Der Workshop findet in den Räumlichkeiten der AGFP (nähe Goetheplatz) statt und ist auf 16 Personen begrenzt. Für Snacks, Obst und eine warme (vegane) Suppe am Samstag Mittag wird gesorgt.

Ort: AGFP, Waltherstrasse 22; München

Datum:

  • 24. 2. 2017; 16-19 Uhr
  • 25. 2. 2017; 9-18 Uhr; inkl. 1h Mittagspause
  • Referentinnen: Birgit Riegler und Corinna Kostka vom Bildungskollektiv 'Die Pastinaken'

    Für Mitarbeiter_innen der Münchner Trichter Einrichtungen ist die Teilnahme kostenlos.

    Anmeldung bis 20.2.2017 unter riegler@agfp.de

    Kontakt
    Waltherstraße 22
    D-80337 München
    Tel: (+49) 89 651 8222
    Fax: (+49) 89 668 651
    Mail: info@agfp.de
    Vertretungsberechtiger Vorstand
    Gesa Tiedemann
    Karl Lipp
    Anna-Katharina Eichler
    Vereinsregister
    Registergericht München
    Registernummer VR 8532
    Umsatzsteuer-ID gem. § 27a UStG
    DE 129513500
    Inhaltlich Verantwortliche
    Renate Grasse
    Robert Pechhacker